Kindertagesstätten

St. Michael und Paulus Velbert

Raumgestaltung


In Anlehnung an Professor Mahlke


Die Idee von Professor Mahlke, an dessen Raumkonzept wir uns in der Gestaltung der pädagogischen Umgebung orientieren, geht davon aus, dass der Mensch und der Raum untrennbar miteinander verbunden sind. Das heißt, der Mensch prägt den Raum und der Raum prägt den Menschen. Somit nimmt ein Kind einen Raum in Besitz, will ihn gestalten und seine Spuren hinterlassen. Die Räume sind daher so eingerichtet, dass sie nicht nur die Fläche eines Raumes gliedern, sondern auch seine Höhe. Die Bauweise ist so ausgelegt, dass sie für das Kind durchschaubar und nachvollziehbar ist. Durch bauliche Einbeziehung der Raumhöhe nimmt das Kind Gegenstände und Menschen aus anderen Perspektiven wahr.
Das Kind erhöht sich und verschafft sich Überblick zum Geschehen am Boden. Durch Farbe und Licht wirkt der Raum kreativ und fördernd.

Eingehend auf die heutige Situation der Kinder in unserer Gesellschaft nimmt die psychomotorische Erziehung in unserer Einrichtung einen großen Raum ein.
Psychomotorik in der Kindertagesstätte ist ein integratives Konzept und eignet sich prinzipiell für die gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern. Sie ist eine vom Kind ausgehende ganzheitliche Erziehung zur Persönlichkeit über Wahrnehmungs-  und Bewegungsförderung.
Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang den Kindern Möglichkeiten zu geben, ihren eigenen natürlichen Bewegungs- und Entdeckungsdrang nachgehen zu können. Wir versuchen überall da Bewegungs- und Wahrnehmungsräume einzurichten, wo sich die Kinder aufhalten. Ob in den Gruppenräumen (ruhigere Bewegung), im Flur, im großen Allzweckraum oder im Außengelände; überall Kinder individuelle Wahrnehmungen erfahren können, verarbeiten und motorisch erleben.
Um die dargestellten Lebensbedingungen unserer Kinder und die daraus entstehenden Problematiken (z.B. Bewegungsarmut) aufzufangen, versuchen wir die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte entsprechend zu gestalten.

Gruppenräume


Wir arbeiten mit Funktionsschwerpunkten, das bedeutet, dass die Kinder in den verschiedenen Gruppenräumen unterschiedliche Angebote wahrnehmen können.
Es gibt:
•    eine Musik- und Experimentierbereich,
•    eine Theater- oder Rollenspielecke
•    eine Bauecke mit  Konstruktionsmaterialien von unterschiedlichen Bausteinen bis hin zu Naturmaterialien,
•    Kreativbereiche zum Malen und Basteln,

Diese Funktionsbereiche sind veränderbar, nicht zeitlich festgelegt  und orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder.

Bilderbücher und Geschichten unterstützen Kinder in ihrer Entwicklung. Aus diesem Grund haben wir  im Flurbereich eine Leihbücherei eingerichtet. Dort können die Kinder regelmäßig Bücher und Spiele für zu Hause ausleihen.

Nebenraum Bären

 

Der Allzweckraum

Der große Allzweckraum ist farblich und bautechnisch so konzipiert, dass er sowohl von den Kindern und ErzieherInnen als auch den TherapeutInnen vielfältig und kreativ genutzt werden kann. So dient er zum Beispiel zum Aufbau einer Bewegungsbaustelle, zu gemeinsamen Theater- und Tanzaktivitäten oder auch zu Entspannungsübungen.

 

Die Kinder bauen hierbei ihren eigenen kleinen Parcours mit dem gewünschten Material auf, den sie dann mit allen Sinnen überqueren. Nach dem Motto: „Aus dem Gleichgewicht in das Gleichgewicht kommen.”. Spielerisch und mit viel Bewegung werden soziale Kontakte geschlossen, eigene Möglichkeiten und Grenzen erkannt, erweitert oder akzeptiert.
Die Stärken der Kinder stehen hierbei im Vordergrund. Je nach Bedarf wird hier mit Einzeltherapie, in Kleingruppen (bis zu vier Kindern) und in Gruppen mit höchstens acht Kindern gearbeitet. Diese motopädische Förderung ist aber nicht auf diesen Raum begrenzt. Integriert im Kindergartenalltag kann sie überall stattfinden, im Gruppenraum, im Flur, im Außengelände oder im Wald.

 

 

 

Durch Einbauen von Podesten und Spielebenen, welche über Leitern und Treppen zu erreichen sind, ermöglicht der Raum ein hohes Maß an Bewegungen. Durch die Integration verschiedener Bewegungsabläufe im Alltag der Kinder in visuellen, taktilen und auditiven Bereichen zu fördern.

 

Das Außengelände


Unser Gelände beinhaltet unterschiedliches Erfahrungsmöglichkeiten mit allen Sinnen, sowie die Aufforderung zum eigenen kreativen, phantasievollen Spielen, indem die Bewegung und Erfahrung des eigenen Körpers mit einfließt.
Das Außengelände umfasst einen Sandkasten und  eine Wasserpumpe, welche zum Matschen und Modellieren anregen. Bei der Auseinandersetzung mit dem Sand in unterschiedlicher Konsistenz sammeln die Kinder vielfältige Erfahrungen.
Durch Erproben und Experimentieren finden Kinder selbst eine Antwort und begreifen  so Stück für Stück ihre Umwelt.
Mit unterschiedlichen Materialien, wie Schaufeln, Formen, ausgedienten Küchengegenständen, Brettern, Autoreifen können die Kinder phantasievoll gestalten und Ereignisse aus dem täglichen Leben im Rollenspiel erleben und verarbeiten.
Große Steinrohre unter zwei Erdhügeln werden dabei gerne mit einbezogen.
Auf einem der bepflanzten Erdhügel befindet sich eine Rutsche. Ein Sinnespfad mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten,
wie  Steine, Baustämme, Baumscheiben laden die Füße zu unterschiedlichen Wahrnehmungen ein.
Ein Kletterbaum, sowie drei große Felsblöcke,  regen zum klettern an. Dies erfordert Mut und Geschick, wobei die Kinder den eigenen Körper und seine Grenzen besser kennen lernen. Ein Baum wird so lange und oft bestiegen, bis das Kind die gewünschte Höhe erklommen hat.


Überall findet man kleine Beete oder Kübel mit unterschiedlichen Blumen und Pflanzenarten, die im Frühling und Sommer die frohe Farbenwelt der Natur zum Ausdruck bringen und viele Insekten zum Staunen und Entdecken der Kinder anlocken. So werden die Kinder für die kleinen Schätze der Natur sensibilisiert.
Durch solche Erkenntnisse wollen wir den Kindern Gottes Schöpfung sowie den Wert von Natur und Umwelt nahe bringen, was sich später einmal positiv auf den Glauben und das Verantwortungsbewusstsein für unsere Natur auswirken kann.
In einer Blockhütte haben wir für die Kinder eine weitere Rückzugsmöglichkeit geschaffen, die mit ihrer Einrichtung zum Rollenspiel einlädt.
Im unteren Teil des Gartens befindet sich die Nestschaukel zum Ausruhen und Entspannen.  Eine  ausgediente Garage mit verschiedenen Baumaterialien wird zum Werken und Bauen gern genutzt.


An den Erlebnisgarten grenzt der Nutzgarten. In diesem Bereich werden die verschiedenen Beete mit Gemüse, Kräutern und Obst bestellt. Diese Arbeit mit den Kindern trägt ebenfalls zur Umwelterziehung bei und sie erfahren so den natürlichen Kreislauf der Natur. Sie  lernen die Pflege der Pflanzen und übernehmen  Verantwortung. Gleichzeitig  erfahren sie, wie das selbst geerntete Gemüse oder Obst wie z.B. Möhren, Mangold, Kartoffeln oder Erdbeeren und Äpfel schmecken und zum Mittagessen zubereitet werden.